Entdecke seinen schwierigen Werdegang auf Netflix
Es ist nicht alles ein Spaziergang. Die Dokumentation über das Leben von Nicky Jam auf Netflix enthüllt alle Details seines harten Lebens.
Die Musikwelt ist oft mit Drogen verbunden, aber nicht alle Sänger oder Künstler, die diese Erfahrung gemacht haben, haben den Mut gehabt, dies öffentlich zuzugeben oder ihr Leben in Form eines Films oder einer Dokumentation zu erzählen. Besonders einige Musikstile, die stärker mit dem urbanen Umfeld verbunden sind, haben den Ruf, in diesen Bereichen von zerrütteten Leben zu existieren, in denen Drogenmissbrauch herrscht und aus denen es sehr schwer ist auszubrechen. Doch einige, wie Nicky Jam und seine Netflix-Serie, haben den Mut gehabt, diesem Höllenleben eine Stimme und persönliche Erlebnisse zu geben und sie der Welt in Form einer Dokumentation zugänglich zu machen.
Die Dokumentation über Nicky Jam auf Netflix
Netflix hat uns bereits an Serien gewöhnt, die alle möglichen Situationen behandeln, so hart sie auch sein mögen, doch in letzter Zeit hat sich die Plattform entschieden, die Realität durch Dokumentationen zu zeigen. Auf der Streaming-Plattform, die du gewöhnlich auf deinem Tablet oder mobilen Gerät ansiehst, findest du nun auch die Dokumentation über Nicky Jam, einen der angesagtesten Stars der lateinamerikanischen Musik.

Sie trägt den Titel Der Gewinner und erzählt in autobiografischem Ton die Situationen, die der Reggaeton-Künstler durchleben musste. Offen spricht er über seine Kindheit und seine Drogensucht.
Von der Straße wegkommen
Nicky Jams Kindheit war sehr hart, da er in einem der ärmsten Viertel der Stadt Massachusetts aufwuchs. Als Kind einer zerrütteten Familie und Sohn einer Prostituierten und drogenabhängigen Mutter wurde seine Erziehung vor allem auf der Straße geprägt.
Schon sehr früh, getrieben von Not und dem bedrückenden Umfeld, begann er Diebstähle zu begehen, die ihn bald in eine dunkle Welt voller Drogen und Waffen führten, die in der Dokumentation sehr ehrlich dargestellt wird.
In dieser Welt, in der er schon in jungen Jahren sehr nah mit Betäubungsmitteln in Berührung kam, entfaltete sich eine Leidenschaft, die er zu nutzen versuchte: die Musik. Noch als Kind begann er, seine Fähigkeiten in diesem Bereich zu zeigen, was ihm später helfen sollte, von der Straße wegzukommen.
Jahre später, inzwischen Teenager, zog Nicky Jam nach Puerto Rico, wo seine Welt aufgrund von Suchtproblemen und Kriminalität zu zerfallen begann. Doch genau in dieser Zeit begann er auch, sein musikalisches Potenzial zu entfalten und ein Duo mit Daddy Yankee zu bilden. Beide arbeiteten eine Zeit lang zusammen, doch sein Drogenkonsum führte dazu, dass ihre Freundschaft endete.
Obwohl seine Leidenschaft für die Musik sehr stark war und er bald sein ganzes Potenzial zeigte, führte seine Drogensucht ihn immer schneller in eine Sackgasse, die seine Gesundheit frühzeitig beeinträchtigte. Zudem war die Kriminalität ein weiterer Teil seines Lebens, und er zog nach New York, wo er als Dealer tätig war.
Während dieser Zeit war er mehrfach in Gefahr, teils durch Drogen, teils durch schlechte Gesellschaft oder als Ziel von Racheaktionen zwischen verschiedenen Dealern. Dies führte zu einer schweren Depression und zu einer Haftstrafe, nachdem er betrunken und ohne Führerschein am Steuer erwischt wurde.
Das Leben ändern
Seine Depression und der Gefängnisaufenthalt markierten einen Wendepunkt in seinem Leben. Danach, und dank der bedingungslosen Unterstützung seines Vaters, konnte sich Nicky Jam einer Entgiftung unterziehen und endlich seine Sucht überwinden.
Das ermöglichte ihm bald, seine Kreativität wieder voll auszuleben und erneut zu singen und eigene Songs zu schreiben. Diese neue Lebenseinstellung und seine Genesung führten dazu, dass er zu einem der Stars der Gegenwart wurde und 2015 einen Latin Grammy für El Perdón gewann.