Wie funktioniert es?
Die Funktionsweise der Blockchain-Technologie klingt für diejenigen kompliziert, die keine Experten in der Welt der Krypto-Finanzen und der Computer-Software sind, doch sie ist dazu bestimmt, in der Zukunft großen Einfluss zu haben
Was ist Blockchain? Wahrscheinlich hast du diesen Begriff schon einmal gehört, weißt aber nicht genau, worum es bei dieser komplexen Technologie geht. Entstanden im Netz, basiert Blockchain auf den Ideen der kollaborativen Wirtschaft und verfolgt das Ziel, eine globale Datenbank zu schaffen, die keinen externen Regulator benötigt.
So erklärt es die unabhängige Finanz-Community Rankia, die ein Handbuch zu Kryptowährungen erstellt hat, in dem detailliert beschrieben wird, wie diese Technologie funktioniert und welche Dienste sie den Nutzern sowohl heute als auch in Zukunft bieten kann.
Die Blockchain, oder „Blockkette“ auf Deutsch, ist eine digitale Technologie, die darauf abzielt, „die Echtheit von Transaktionen im Internet zu gewährleisten“, betont die Fundeu.
Für Rankia ist die Blockchain ein „intelligentes Schiedsgerichtssystem“, das „Gültigkeit und Vertrauen“ für alle Transaktionen zwischen Individuen verleiht, sodass kein externer Regulator „vom System auferlegt“ werden muss – weder Regierungen, noch Ministerien oder große Konzerne.
Wie funktioniert die Blockchain?
Das spanische Unternehmen Bit2me, das sich weltweit mit dem Kauf und Verkauf von Bitcoins beschäftigt, erklärt es so:
„Stell dir vor, du gehst die Straße entlang und plötzlich landet ein fliegendes Erdmännchen von gigantischen Ausmaßen auf einem belebten Platz, frisst die Eiscremes aller Kinder dort, gibt zwei laute Schreie von sich und verschwindet wieder genauso schnell, wie es gekommen ist. Ohne Zeit zu verlieren, wird bei den 1.000 Zeugen ein Lügendetektor angebracht und genau festgehalten, was sie gesehen haben. Alle erzählen dieselbe Geschichte mit identischen Details. Würde es Zweifel an der Landung des fliegenden Erdmännchens geben?“
Mit dieser einfachen Geschichte veranschaulicht das Unternehmen metaphorisch das Konzept, sodass das „fliegende Erdmännchen“ für jede Datei oder Datenbank stehen kann, die von den Computern eines Blockchain-Netzwerks geteilt wird. Dieses Netzwerk von verbundenen Computern validiert die Informationen, denn wenn die Zahl 1 an das Netzwerk von beispielsweise 1.000 Computern gesendet wird, speichern alle die Information 1.

Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?
Versucht nun jemand, die Zahl zu ändern und zum Beispiel 0 einzutragen, sorgt ein Schiedsgerichtssystem, das auf der Spieltheorie basiert, dafür, dass die übrigen 999 Computer dem veränderten Computer mitteilen, dass er sich geirrt hat und die Information 1 lautet, wodurch der veränderte Computer die korrekte Information, also 1, wiederherstellt.
Dieses System wird so kaum hackbar, da man „die Meinung“ von 1.000 Computern ändern müsste, schließt Rankia, und weist gleichzeitig darauf hin, dass es Transaktionen gibt, die von mehr als 40.000 Knoten validiert werden.
Dieser Prozess des „verteilten Konsenses“ erfolgt, ohne die Privatsphäre der Nutzer oder der mit dem Netzwerk verbundenen Computer zu gefährden.
Außerdem ist die Blockkette die Technologie, die Kryptowährungen (Bitcoins, Ethereum oder Litecoin) ermöglicht.
Anwendungen der Blockchain
Obwohl die meisten Experten die Bedeutung der Blockchain hervorheben, befinden sich ihre tatsächlichen Anwendungen auf dem Markt noch in den Anfängen.

Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?
Die „unmittelbarsten“ Möglichkeiten liegen tatsächlich in Finanztransaktionen, der Dokumenten-Zertifizierung, der digitalen Identität und der Cybersicherheit, so Rankia.
Und in naher Zukunft wird sie bereits für Prozesse wie die Rückverfolgbarkeit von Objekten und Personen, geistiges Eigentum und virtuelle Banken eingesetzt.
Alastria-Netzwerk

Das Blockchain-Netzwerk von Alastria
Dieses Netzwerk ist ein Beispiel für ein Blockchain-Netzwerk, das mit der Idee entstanden ist, die Schaffung digitaler Ökosysteme zu beschleunigen, indem eine gemeinsame kollaborative Plattform bereitgestellt wird.
Das Alastria-Netzwerk definiert sich als ein gemeinnütziges, multisektorales Konsortium; es wird von Unternehmen und Institutionen gefördert, um ein halböffentliches, erlaubnisbasiertes Blockchain-Netzwerk zu etablieren.
Außerdem garantiert es die Identität der Teilnehmer und die „unveränderliche“ Registrierung der darauf durchgeführten Transaktionen, was es ermöglicht, Dienstleistungen mit „rechtlicher Wirksamkeit im spanischen Rechtsraum und im Einklang mit der europäischen Regulierung“ anzubieten und zu empfangen, erklären die Initiatoren.
Es steht allen Akteuren offen, von KMU (kleine und mittlere Unternehmen) bis hin zu großen Konzernen aller Branchen in Spanien, und besteht aus Knoten, die bei verschiedenen Teilnehmern gehostet werden.
Wir wissen nicht genau, welche Wege die Blockchain-Technologie gehen wird, aber Projekte wie das Alastria-Netzwerk sind ein Fortschritt, wie ein Netzwerk aufgebaut wird, das als Grundlage dient, um ihre Vorteile in Bezug auf Privatsphäre und Transparenz anzuwenden.