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‘Tribus de Europa’, nueva serie de Netflix
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„Tribus de Europa“, neue Netflix-Serie

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Wird es der Nachfolger von „Game of Thrones“ sein? Ein postapokalyptisches Europa im Jahr 2074, versunken in totalem Chaos, bildet den Rahmen und die Kulisse dieser Netflix-Serie. Es handelt sich um die neue deutsche Serie „Tribes of Europa“, eine Dystopie, die offenbar vom Brexit inspiriert ist.   Um zu verstehen, warum Europa in der Serie in dieser Lage ist, müssen wir zurückblicken bis ins Jahr 2029. Zu diesem Zeitpunkt erlebt der Kontinent eine globale Katastrophe, die den bisher größten Krieg der Stämme auslöst: den weltweiten Blackout, der das Ende der bekannten Zivilisation markierte und die gesamte technologische Welt verschwinden ließ. Der Planet kehrt so zurück in ein Mittelalter ohne Elektrizität. Wir befinden uns im Jahr 2074 in einem Europa, das in Mikronationen aufgeteilt ist, die von verschiedenen Stämmen beherrscht werden, die um die totale Kontrolle kämpfen. Alle bis auf einen, den friedlichen Stamm „Origine“, dem die drei Hauptgeschwister angehören. Doch schließlich müssen sie sich in den Krieg einmischen, als ein Unbekannter in der Nähe des Stammes mit einem Würfel landet, der eine seltsame Energie ausstrahlt und den alle Fraktionen besitzen wollen. Die drei Geschwister Kiano, Liv und Elja werden getrennt und in einen schrecklichen Krieg verwickelt, nachdem sie diesen Würfel gefunden haben. Von hier an sind die Geschwister unweigerlich dazu bestimmt, den Kontinent aus seinen Trümmern wiederaufzubauen und sich dabei dem Stamm der Raben zu stellen. Diese sind der gnadenloseste und brutalste Feind, dargestellt durch eine gewalttätige Armee, die den Kontinent beherrschen will, indem sie unzählige Sklaven überfällt, vernichtet und ausbeutet. NACHFOLGER VON „THE 100“ ODER „GAME OF THRONES“ „Tribes of Europa“ ist eine deutsche Serie von denselben Produzenten wie „Dark“, allerdings stärker auf Abenteuer ausgerichtet und mit einer etwas geradlinigeren Handlung. Das Ergebnis sind sechs Episoden, die die Geschichte effektiv vom Anfang bis zum finalen Ende erzählen, ohne Füllmaterial, das zu endlosen Episoden oder Staffeln führt. Es gibt einige Elemente, die diese Serie kennzeichnen und von anderen Produktionen unterscheiden: eine Mischung aus Mystik, Postapokalypse, jugendlichen Hauptfiguren, Ausbrüchen von Gewalt und Action sowie eine gelungene Atmosphäre. Trotz all dem macht die Serie auch deutlich, welche Vorbilder sie hat. Von „The 100“, von dem sie junge Charaktere als Hauptfiguren übernimmt, bis hin zu „Die Tribute von Panem“ in der Ästhetik der ärmeren Stämme und den tödlichen Kämpfen zur Unterhaltung anderer Gruppen. Man könnte sogar Parallelen zur erfolgreichen Serie „Game of Thrones“ und der Geschichte der getrennten Geschwister ziehen, allerdings mit einer geringeren epischen Dimension in diesem Fall. Wie zu Beginn dieses Textes erwähnt, wird gesagt, dass „Tribes of Europa“ vom Brexit inspiriert ist und dass Philip Koch, der Schöpfer, seinen Ausgangspunkt am Tag nach dem Referendum sah. Zwar ist die Serie nicht sehr diskursiv, sondern zeigt vor allem verschiedene Möglichkeiten, wie Stämme andere aufnehmen können. Darunter liegt die Botschaft, wie verständlich und wünschenswert das Bedürfnis der Menschen ist, zu einer Gemeinschaft zu gehören. Dabei wird deutlich, dass trotz der in der Serie präsenten Gewalt die abschließende Botschaft eher positiv als negativ ist. Und du, was denkst du?

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