Am 30. November wird der Welt-Cybersicherheitstag gefeiert, ein Datum, das seit 1988 darauf abzielt, das Bewusstsein für Sicherheitsprobleme im Internet zu schärfen. SPC unterstützt dies mit einer Reihe von Ratschlägen für alle Familienmitglieder, um zu verhindern, Opfer von Cyberangriffen zu werden.
Das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der Cybersicherheit gewinnt angesichts der zunehmenden Zahl von Cyberangriffen in Spanien besondere Bedeutung. Laut dem Sicherheitsvorfall-Reaktionszentrum INCIBE verzeichnete unser Land im Jahr 2021 mehr als 100.000 Cybersicherheitsvorfälle.
Im Bewusstsein der Wichtigkeit, gute Praktiken im Bereich Cybersicherheit zu erlernen, schlägt SPC, das spanische Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Unterhaltungselektronik spezialisiert hat, ein Zehn-Punkte-Programm mit Empfehlungen vor, die in Sachen Cybersicherheit für alle Altersgruppen befolgt werden sollten.
- Surfe auf sicheren Webseiten (HTTPS-Protokoll)
Die Protokolle HTTP und HTTPS regeln, wie Informationen über das Internet übertragen werden. Wenn ein Nutzer sensible Daten im Internet (E-Mail oder Mobiltelefon) über das HTTP-Protokoll teilt, sind diese unverschlüsselt und ungeschützt, sodass Hacker sie abfangen können.
Um zu erkennen, ob eine Webseite das HTTPS-Protokoll verwendet, genügt es, auf das „S“ in der Domain zu achten und das Symbol eines geschlossenen Schlosses in der Browserleiste zu überprüfen.
- Installiere fortschrittliche Cybersicherheitslösungen und aktualisiere die Anwendungen
Die Bedrohungen werden immer raffinierter. Laut INCIBE sind 3 von 10 in Spanien entdeckten Cyberangriffen auf Malware zurückzuführen, bösartige Software, die über die Eingangs- oder Endpoints des Geräts unbemerkt vom Nutzer eindringt und es den Cyberkriminellen ausliefert.
SPC empfiehlt die Installation von Antivirus- und Firewall-Programmen sowie die Überwachung dieser Endpoints des Geräts, um Cyberangriffe zu stoppen und darauf zu reagieren, und dass diese gegen die fortschrittlichsten Bedrohungen stets aktuell sind. Die Nutzung von Werbeblockern oder Pop-ups, die das Surfen im Web beeinträchtigen, ist ein weiteres Werkzeug, das neben der Erleichterung des Surfens auch die Sicherheit des Geräts verbessert.
- Sorge dafür, dass ältere Menschen „cybersicher“ sind
Die Nutzung unverzichtbarer Technologien im Alltag stellt für manche ältere Menschen eine Herausforderung dar. Hinzu kommen Cyberkriminelle, die über SMS-Nachrichten ältere Menschen täuschen und durch das Einschleusen von Malware auf das Gerät, bekannt als Smishing, auf deren private Daten zugreifen. Es gibt Smartphones und Mobiltelefone, die nicht nur einfach von Senioren zu bedienen sind, etwa durch große Symbole, die das Tippen erleichtern, sondern auch eine Fernkonfigurationsoption bieten, mit der ein Familienmitglied ein vertrauenswürdiges Kontaktverzeichnis einrichten kann. So wissen sie, welche Textnachrichten sie lesen können und misstrauen Nachrichten von Unbekannten.
- Achte auf und erziehe Kinder, wenn sie beginnen, Technologie zu nutzen
Kinder sind digitale Eingeborene und versuchen schon früh, mit Technologien wie Tablets zu interagieren, was sie zu einem Hauptziel von Cyberkriminellen macht. Das spanische Unternehmen empfiehlt die Nutzung von Geräten, die mit Google Family Link kompatibel sind, einem Kindersicherungssystem, das Webseiten oder Apps filtern kann, die die Jüngsten im Haushalt nutzen, und sie in guten Praktiken beim Surfen im Internet zu schulen.
- Schütze die Privatsphäre deiner persönlichen Daten
Es ist ratsam, den Zugang zu öffentlichen Wi-Fi-Netzwerken zu vermeiden, da diese unsicherer sind als private Netzwerke und ein leichtes Ziel für Hacker darstellen. Das spanische Unternehmen empfiehlt, private Daten nicht öffentlich auf Webseiten oder in sozialen Netzwerken zu teilen. Was die Nutzung von Geräten betrifft, sowohl persönliche als auch fremde, rät SPC dazu, regelmäßig Cookies, Cache und den Browserverlauf zu löschen und auf fremden Geräten im Inkognito-Modus zu surfen.
- Vorsicht vor Phishing in E-Mails
Hacker sind in der Lage, sehr glaubwürdige Phishing-Angriffe durchzuführen, indem sie das Design der Firmen- oder Institutionsemails nachahmen und sich als diese ausgeben, um die Opfer zu täuschen und sensible Daten wie Personalausweisnummer, Bankdaten oder Passwörter zu erhalten. Bedenke, dass diese Daten geheim sind und deine Bank sie niemals anfordern wird. Höchstens kann der Kundenservice einen Teil der Nummern erfragen.
Um dies zu vermeiden, sollte man die Herkunft der E-Mails überprüfen, wer sie sendet und auf Unregelmäßigkeiten im Design der E-Mail achten; keine Links anklicken, nicht antworten und die E-Mail direkt in den SPAM-Ordner verschieben.
- Verwende starke Passwörter und Multifaktor-Authentifizierung (MFA)
Dasselbe Passwort für verschiedene Plattformen zu verwenden, ist die erste Eintrittspforte für Cyberkriminelle, um Zugang zu erhalten und Anmeldedaten oder andere Informationen zu stehlen.
Um dies zu vermeiden, ist es empfehlenswert, ein starkes Passwort mit einer Länge von mindestens 8 Zeichen zu wählen, das schwer von einer Person oder einem Programm zu erraten ist. Dieses Passwort kann ein Wort oder ein kurzer Satz sein, der für ältere Menschen oder Kinder leicht zu merken ist, mit einem Großbuchstaben am Anfang und endend mit Ziffern. Wenn man diesem Passwort die Multifaktor-Authentifizierung (MFA) hinzufügt, etwa durch eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone über eine vertrauenswürdige App, erhöht sich die Sicherheit deutlich.
- Kaufe sicher online ein
Um unangenehme Überraschungen beim Online-Einkauf zu vermeiden, bieten einige E-Commerce-Plattformen sichere Zahlungsmethoden an, wie zum Beispiel PayPal, das eine einfachere Rückerstattung ermöglicht, zusätzlich zur traditionellen Bankkarte.
- Lade Apps nur von der offiziellen Seite oder dem Play Store herunter
Man hat schon oft von der „wunderbaren und kostenlosen“ mobilen App gehört, die von einer externen Webseite heruntergeladen wird. Solche .apk-Dateien unbekannter Herkunft sind eine Sicherheitslücke, durch die gefährliche Malware eindringen kann. Im Zweifel sollte man die mobile App von der offiziellen Webseite herunterladen, die zum Store des Betriebssystems des Smartphones oder Tablets weiterleitet.
- Schalte den Router aus, wenn du einige Tage nicht zu Hause bist
Wenn man längere Zeit außer Haus ist, sei es im Urlaub oder auf Geschäftsreise, wird empfohlen, den Router auszuschalten, um zu verhindern, dass Hacker in der Abwesenheit auf das Heimnetzwerk zugreifen können.
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