Eine weitere Eskalation des Ghostings
Du hast schon eine Weile mit jemandem geschrieben, ihr habt euch ein paar Mal getroffen und es schien, als würde es immer besser zwischen euch laufen. Diese Person schaut weiterhin deine sozialen Netzwerke an, antwortet aber nicht mehr auf deine Nachrichten.
Angst, Depression und Verwirrung
Ein Orbeter ist jemand, der „weder isst noch andere essen lässt“, im virtuellsten Sinne des Ausdrucks. Praktisch bedeutet Orbiting, dass eine Person auf deine privaten Nachrichten, WhatsApp-Nachrichten nicht mehr antwortet und deine Anrufe ignoriert; aber weiterhin deine Beiträge liked oder kommentiert.

Wenn Ghosting bereits eine etwas rücksichtslose Praxis gegenüber dem Betroffenen war, geht Orbiting noch einen Schritt weiter und kann laut Experten Angst, Depression und Verwirrung auslösen. Dieses Warten in der Erwartung, dass die Beziehung jederzeit wieder aufgenommen werden könnte, weil die andere Person durch die Netzwerke Lebenszeichen gibt, ist die Ursache für diese Beschwerden.
Die Herkunft dieses Wortes zu kennen, hilft uns, seine Bedeutung genau zu verstehen. Orbiting stammt vom spanischen Wort „orbitar“: sich in einer Umlaufbahn bewegen. Der Orbeter ist derjenige, der Orbiting praktiziert und sich um eine andere Person bewegt, seine Präsenz zeigt, aber keinen wirklichen Kontakt oder bedeutende Interaktion sucht.
Narzissmus und Besessenheit
Experten aus Medizin und Psychotherapie weisen darauf hin, dass die Person, die um die Beziehung „orbitet“, oft ein ausgeprägtes narzisstisches Profil aufweist. Das führt dazu, dass sie ständig an sich selbst als Mittelpunkt denkt und daher nicht wahrnimmt, welchen Schaden sie dem anderen zufügt.
Andere Fachleute meinen, dass jemand, der Orbiting betreibt, sich zeigen will, ohne wirklich in einer Beziehung zu sein, aber eine Tür offenlässt, falls man sich entscheidet, die Beziehung wieder aufzunehmen. Allerdings könnten sie unter FOMO (fear of missing out) leiden, der Angst, etwas Fantastisches oder Interessantes zu verpassen, das dem anderen passiert, weil sie nicht mehr Teil seines Lebens sind.

Am anderen Ende steht die Person, die unter dieser gleichgültigen Haltung leidet, das Opfer des Orbiting, das sich sogar in eine Obsession mit seinem „Stalker“ hineinsteigern kann und seine eigenen Instagram-Stories analysiert, um herauszufinden, warum die andere Person sie beobachtet hat.
Um solche krankhaften Reaktionen und Abhängigkeiten zu vermeiden, empfehlen Experten, diesen Kontakt direkt zu blockieren. Anfangs mag das schwerfallen, aber in diesem Fall rechtfertigt der Zweck die Mittel.